Räumliche Gegebenheiten

Das Stadtgebiet Bad Kreuznach Süd-West wurde als reines Wohngebiet konzipiert. Es bildet die süd-westliche Begrenzung zur Innenstadt von Bad Kreuznach und grenzt an das Naherholungsgebiet „Kuhberg“ an.

Es gibt auffällig viele Einpersonenhaushalte und wenig Familien, die das Bild des Stadtteils prägen. Die Senioren sind mit einem Anteil von fast 26% stark vertreten. Die Vergleichszahl in der Gesamtstadt beläuft sich auf ca. 22%. Im Stadtgebiet leben relativ wenige Menschen mit Migrationshintergrund, der Anteil von ausländischen Mitbürgern beträgt 8 %, im Vergleich mit der Gesamtstadt, in der der Anteil bei 13,2 % liegt. Die Menschen, die in Bad Kreuznach Süd- West leben, wohnen zum größten Teil schon sehr lange im Wohngebiet (51% der Befragten bei der Haushaltsbefragung antworteten, dass sie länger als 25 Jahre im Stadtgebiet leben).

Der Kern des Stadtgebiets kann um die evangelische Johanneskirche und die katholische Kirche St. Wolfgang beschrieben werden. Das angrenzende Wohngebiet „Kuhberg“ wird von der Bevölkerung nicht als Teil des Stadtgebietes wahrgenommen.

Im Stadtgebiet ist auffällig, dass es kaum abgeflachte Bordsteinkanten gibt, womit die Nutzbarkeit des Nahraumes für Menschen mit Beeinträchtigungen stark eingegrenzt ist. Ein Großteil der Menschen ist auf das Auto angewiesen, um Erledigungen wie Einkäufe etc. zu tätigen, da es im Stadtgebiet keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gibt. Für die Menschen, die über 80 Jahre sind, sind die Wege für Erledigungen zu lang und da diese Personengruppe auch das Fahrrad nicht mehr nutzen kann, stellen die täglichen Erledigungen in der Organisation des Alltags eine große Hürde dar. Die Öffentlichen Verkehrsmittel bedienen nur bedingt den Bedarf der Bevölkerung. Nach der Auswertung der Sozialraumanalyse stellt sich heraus, dass es schwierig ist Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen können und auf Hilfe angewiesen sind zu erreichen.