Sozialökonomische und infrastrukturelle Gegebenheiten

Im Stadtgebiet Bad Kreuznach Süd-West leben zurzeit etwa 7.450 Menschen in rund 4.900 Haushalten. 14,2% der Bewohner sind Kinder und Jugendliche (in der Gesamtstadt vgl. 17,2%), 25,8% sind Senioren über 65 Jahre (vgl. 21,7% in der Gesamtstadt). Die Zahl der Senioren durch ständigen Zuzug aus dem Landkreis etc. ist im Steigen begriffen. Bei der Gruppe der über 65-jährigen Menschen sind rund 60% Frauen und 40% Männer.  Etwa 50% der Antwortenden bei der Haushaltsbefragung sind Eigentümer des Hauses oder der Wohnung, in der sie leben. Die meisten Menschen sind Rentner oder Angestellte.

Die ältere Bevölkerung ist quer durch das Stadtgebiet vertreten. Die Menschen mit finanziell kleineren Ressourcen leben vor allem in Mietwohnungen. Das Zusammenleben von jüngeren und älteren Menschen wird als weitgehend harmonisch empfunden, hinsichtlich des Zusammenlebens allgemein zeichnet sich kein so klares Bild. Viele der Befragten Menschen äußern, dass sich die meisten Menschen im Stadtgebiet nur um sich selbst kümmern würden.

Die Versorgungssituation im Nahraum stellt sich wie folgt dar: Die Erreichbarkeit von Geschäften und anderen Einrichtungen ist stark abhängig von der Wohnlage und von den Einschränkungen des Einzelnen, sei es in finanzieller wie auch körperlicher Hinsicht. Viele Menschen vermissen den „kleinen Laden“ um die Ecke, Hol- und Bringdienste gibt es nachdem ein Einkaufsmarkt im Wohngebiet geschlossen hat nicht mehr.

Im Bereich des Handlungsfeldes von kulturellen Angeboten und Freizeitmöglichkeiten, sind viele, vor allem jüngere Menschen, in Vereinen und in (informellen) Clubs aktiv, die sich aber eher außerhalb des Stadtgebietes befinden. Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde bieten vielfältige Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Die Angebote für Senioren reichen im Stadtgebiet nach Einschätzungen der Bürger aber nicht aus. 

Besonders hervorzuheben ist eine große Bereitschaft der Menschen im Stadtgebiet sich sozial zu engagieren. Nach der Befragung gaben die Antwortenden an, etwa 168 Std. freiwillige Helferzeit in ihrem Stadtteil investieren zu wollen. Wären nur 50% davon realisierbar, wäre dies ein Volumen von rund 2 Vollzeitstellen.

Im Stadtgebiet sind mehrere ambulante Dienste, die Hilfen im Bereich der Pflege, Betreuung und hauswirtschaftliche Hilfen anbieten, tätig. Eine Baugenossenschaft bietet für ihre Bürger einen Mietertreff mit kulturellen und sozialen Angeboten an. Im Stadtgebiet ist eine stationäre Altenhilfeeinrichtung mit dem Angebot von Betreutem Wohnen, Tagespflege und Mittagstisch tätig.

Eine Zusammenfassung der Sozialraumanalyse vom Oktober 2014 finden Sie hier.