Sozialökonomische und infrastrukturelle Gegebenheiten

In Rheinböllen leben zum Zeitpunkt der Erstellung der Sozialraumanalyse im August 2016 lebten in Rheinböllen 4.081 Menschen. Davon sind 2.012 Männer (49,3 %) und 2.069 Frauen (50,7 %). Insgesamt wuchs die Bevölkerung gegenüber dem Vorjahr um 52 Bürgerinnen und Bürger (+1,3 %). Hinsichtlich der Altersstruktur ist festzustellen, dass Rheinböllen sich innerhalb des Bundesdurchschnitts befindet. Der Seniorenquotient von Rheinböllen liegt bei 34,4. D.h., auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter kommen 34,4 Personen im Alter von 65 Jahren oder älter. Hinsichtlich des Anteils Pflegebedürftiger gibt es Hinweise darauf, dass in Rheinböllen verhältnismäßig mehr Pflegebedürftige leben könnten. 3.645 Personen (89,3 %) sind deutsche Staatsbürger, 436 (10,7 %) haben eine andere Staatsbürgerschaft. Der Ausländeranteil Rheinböllens entspricht damit dem Landesdurchschnitt in Rheinland-Pfalz von 9,8 % (Statistisches Bundesamt, Stand 31.12.2015). In der Verbandsgemeinde Rheinböllen leben im Jahr 2016 110 Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Davon entfallen rund 40 aus Syrien stammende Personen auf die Stadt Rheinböllen.

Die primäre gesundheitsbezogene (Ärzte, Apotheken) und pflegerische Versorgung (stationäre und verschiedene ambulante Angebote) in Rheinböllen gilt als gesichert. Arztpraxen und Apotheken befinden sich im Stadtzentrum. Der Ort verfügt über eine einzelne Bushaltestelle. Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder nicht über ein Auto verfügen, stellt dies vor Probleme. Das Angebot eines Bürgerbusses ist vorhanden.

Die nahversorgende Infrastruktur wird positiv eingeschätzt. Der tägliche Bedarf kann gedeckt werden. Es bestehen Einkaufsservice und Lieferdienste. Mit der Schließung des „Norma“-Marktes ist jedoch von einer Verschlechterung auszugehen. In Einzelfällen bestehen Schwierigkeiten von den weiter entfernten Stadtteilen ins Zentrum zu gelangen.

Das Vereinsleben in Rheinböllen wird von den Bürgern positiv eingeschätzt wird, das Freizeitangebot hingegen mittelmäßig. In der Gesamtschau zeigen sich aber Hinweise, dass besonders bei den Senioren ein Informationsdefizit hinsichtlich vorhandener, kaum genutzter Angebote bestehen könnte.

Gewünscht werden

- Diversifizierung von Wohnformen

-  Angebote zum Thema Begegnung schaffen

- Weitere Bushaltestellen

- Informationen zum Freizeitangebot für ältere Mitmenschen

An diesen Bedürfnissen orientiert sollen mit der Stadtteilkoordination folgende Aufgaben umgesetzt werden: 

1.     Informations- und Kontaktstelle für Beratungsleistungen

2.     Aufbau einer Ehrenamtsbörse

3.     Aufbau bzw. Förderung von Begegnungsmöglichkeiten